In der Erkältungszeit richtig lüften!

Wenn es draußen kalt ist, wird gerne am Heizungsrad gedreht– mollig warm soll es sein. Das mögen aber auch Viren und Bakterien. Sie vermehren sich rasch und haben leichtes Spiel. Denn die trockene Heizungsluft lässt die Schleimhäute in der Nase und im Rachenraum ebenfalls austrocknen. Regelmäßiges Lüften schützt vor Erkältungen.

„Lass bloß das Fenster zu, mir ist kalt.“ Im Büro ist es manchmal schwierig, für die nötige Frischluftzufuhr zu sorgen. Irgendeine Frostbeule verhindert immer, dass regelmäßig gelüftet wird. Aber drei- bis viermal täglich etwa zehn Minuten kurzzeitiges Durchlüften (sogenanntes Stoßlüften) lässt einen Raum nicht auskühlen. Zwar strömt kalte Luft in den Raum. Doch sie reichert die trockene Raumluft mit Sauerstoff an und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Das macht den Krankheitserregern das Leben schwer und senkt damit die Ansteckungsgefahr. Denn feuchte Schleimhäute können sich gegen das Eindringen von Viren und Bakterien besser schützen. Ganztägig gekippte oder spaltbreit geöffnete Fenster sollte man dagegen vermeiden. Sie verursachen oft zu Durchzug und sind Energieverschwendung.

Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte nicht unter 50 Prozent sinken. Das ist mit Lüften allein oft nicht zu schaffen. Mit Luftbefeuchtern für Heizkörper, die nach dem Verdunstungsprinzip funktionieren oder mit einem Zimmerspringbrunnen kann für zusätzliche Feuchtigkeit gesorgt werden. Die optimale Raumtemperatur liegt bei etwa 20°C in Wohnräumen. Im Hinblick auf die Gesundheit der Schleimhäute ist es besser sich einen Pulli überziehen, als die Heizung auf Hochtouren zu drehen.

 

Copyright der Grafik/des Fotos: Dzianis Vasilyeu – stock.adobe.com #405156139