Regelmässig zur Augenkontrolle gehen!

Diabetes mellitus begünstigt Augenkrankheiten: Durch den hohen Blutzuckerspiegel werden Blutgefäße geschädigt, vor allem die, die die Netzhaut (Retina) der Augen mit Blut versorgen.

Dadurch werden Sehstörungen verursacht, die anfangs oft nicht bemerkt werden, und die bei fehlender Behandlung zu einer Beeinträchtigung des Sehvermögens führen oder sogar Blindheit zur Folge haben können. Deshalb sollten DiabetikerInnen regelmäßig ihre Augen untersuchen lassen.

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung und eine der häufigsten chronischen Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. Der Zeitpunkt, an dem die Diagnose gestellt wird, ist nicht gleichzeitig auch der Beginn der Erkrankung. Vielmehr leiden die Patienten häufig schon länger an der Erkrankung, ohne davon zu wissen.

Diabetes kommt selten allein

Je länger Diabetes unbemerkt bleibt, desto gravierender und häufiger treten mögliche Folgeerkrankungen auf. So können über einen längeren Zeitraum erhöhte Blutzuckerwerte schwere Schäden an den Augen verursachen.

Durch die krankhafte Veränderung der kleinen Blutgefäße im Auge wird die Netzhaut des Auges nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Diese Unterversorgung der Netzhaut kann langfristig irreversible Schäden verursachen und das Sehvermögen gefährden: Es entsteht eine sogenannte Diabetische Retinopathie.

Diabetische Retinopathie

Damit ist eine Verschlechterung der Durchblutung der Netzhaut im Auge gemeint, die zur Sehverschlechterung bis hin zur Erblindung führen kann. Betroffene Diabetiker bemerken oft erst im fortgeschrittenen Stadium dunkle Flecken im Gesichtsfeld oder ein unscharfes Sehen.

Durch Einblutungen kann die Netzhaut so stark beeinträchtigt werden, dass sie sich ablöst. Der Augenarzt kann die ersten Anzeichen dieser Erkrankung durch die Untersuchung des Augenhintergrunds erkennen.

Das sollten Diabetiker beachten:

  • Ein Augenarzt sollte bei folgenden Symptomen sofort aufgesucht werden:
  • dunkle Flächen, rote oder graue Schleier im Gesichtsfeld
  • „Lichtblitze“ (bei beginnender Netzhautablösung)
  • verschwommenes Sehen

DiabetikerInnen sollten unbedingt auf eine adäquate Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie gute Cholesterin- und Blutfettwerte achten und auf das Rauchen verzichten. Dadurch kann nicht nur die Retinopathie verzögert, sondern auch das Risiko, überhaupt zu erkranken, deutlich reduziert werden.

Vorsorge ist, wie so oft, die beste Therapie

Diabetikerinnen und Diabetiker sollten mindestens einmal jährlich einen Augenarzt aufsuchen. Ist eine Behandlung erforderlich ist, erfolgt eine Überweisung in spezialisierte Zentren.

Grundsätzlich gilt: Durch eine frühzeitige Diagnose können Komplikationen in vielen Fällen verhindert und bessere Behandlungserfolge erzielt werden.

 

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